Vitaminpillen wirkungslos oder sogar schädlich
Aus Medizin-Lexikon.de
In jedem Supermarkt findet man mittlerweile eine große Auswahl an Vitaminpillen. Die Werbung suggeriert, dass man mit ihrer Hilfe länger und gesünder leben kann, da sie gegen eine Vielzahl von Beschwerden helfen sollen. Doch was ist dran diesen Aussagen? Haben Vitaminpillen eine positive Wirkung oder können sie unter Umständen sogar Schaden anrichten?
Rohkost gesünder als Vitaminpillen
Gesünder als Vitaminpillen sind in jedem Fall die natürlichen Alternativen. Frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die der Körper zum Erhalt der Gesundheit benötigt. Pflanzen enthalten neben Vitaminen zusätzlich sekundäre Pflanzenstoffe, die einen weiteren Beitrag zum Erhalt der Gesundheit leisten. Viele der sekundären Pflanzenstoffe sind bis heute nicht identifiziert. Vitaminpillen enthalten meistens nur isolierte Vitamine ohne nützliche sekundäre Pflanzenstoffe.
Überdosierung möglich
Bei Vitaminen unterscheidet man zwischen wasser- und fettlöslichen Vitaminen. Die fettlöslichen Vitamine sind A, D, E und K ("Edeka“). Nimmt man von diesen Vitaminen über einen längeren Zeitraum zu viel auf, lagern sie sich im Körper ab und können zu Beschwerden führen. Eine Überdosierung von Vitamin D beispielsweise kann sich in Erbrechen, Verstopfung, Kopfschmerzen, Erkrankungen der Niere oder Herzrhythmusstörungen äußern. Wasserlösliche Vitamine werden über die Nieren ausgeschieden, wenn sie im Überfluss eingenommen werden. Allerdings kann es auch hier zu Beschwerden kommen. Wer zum Beispiel reichlich Vitamin C zu sich nimmt, muss mit Durchfall rechnen.
Erst Mangel abklären
Wer sich ausgewogen ernährt, braucht in der Regel keine zusätzlichen Vitamine. Wenn Beschwerden bestehen, ist es ratsam, durch eine Untersuchung des Blutes beim Arzt einen möglichen Mangel festzustellen. Liegt tatsächlich ein Mangel vor, lassen sich über verschiedene Möglichkeiten die fehlenden Vitamine zuführen.
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