Wasserhaushalt
Aus Medizin-Lexikon.de
Da der menschliche Körper zu fast 90 % aus Wasser besteht, ist der Wasserhaushalt eine der Grundvoraussetzungen der Existenz. Wasser gelangt in den Körper durch Flüssigkeitsaufnahme, das Trinken. Es wird im Körper an hydrophile Substanzen, Eiweiße und Elektrolyse (Mineralien), gebunden. Der Körperwassergehalt setzt sich zusammen aus der aufgenommenen Wassermenge (2000 Milliliter) sowie dem aus dem Stoffwechsel entstehenden Wasser (300 Milliliter). Die Ausscheidung des Wassers erfolgt mit der Atemluft, die stets mit Wasserdampf gesättigt ist, durch die Haut (sichtbares Schwitzen und unsichtbare Perspiration, je nach Temperatur 1 Liter bis 10 Liter am Tag), am wichtigsten ist aber die Ausscheidung durch die Niere.
Da große Wasserverluste durch Darmkrankheiten und Schwitzen stets mit gleich großen Salzverlusten verbunden sind, soll der dabei entstehende Durst möglichst mit gesalzenen Flüssigkeiten (Suppen) gelöscht werden. Wenn die Körperzellen genügend Mineralien enthalten, wird das Wasser gehalten. Steigt die Salzkonzentration im Blut und im Gewebswasser, so bilden sich Ödeme und Flüssigkeitsergüsse. Die Verteilung der Mineralsalze wird durch Hormone reguliert, von denen Aldosteron die Salzfixierung im Körper verstärkt, also die Wasserausscheidung hemmt, während Diuretin die Ausscheidung von Salz und damit von Wasser fördert.
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