Wundrose

Aus Medizin-Lexikon.de

auch: Erysipel;

eine fieberhafte, sehr schmerzhafte Entzündung der Lymphgänge der Haut, die durch Streptokokken verursacht wird und überwiegend im Gesicht auftritt. Die Haut ist hochrot, leicht geschwollen, der Herd breitet sich mit zackigen Rändern rasch aus; später bilden sich auch Blasen, die nach dem Platzen ein gelblich-wässriges Sekret abgeben. Tritt Wundrose im Schlund auf (Scharlach, Diphtherie), führt sie zu Ödemen mit Erstickungsgefahr.

Sie kann bei allen infizierten Wunden, besonders auch bei kleinen Einrissen auftreten und ist sehr ansteckend. Zur Vorbeugung sollen daher auch kleine Hautverletzungen desinfiziert werden, am besten mit Jodtinktur. Unbehandelt frisst sich die Wundrose allmählich tiefer und führt oft zum Verlust von Gliedmaßen, zu Gehirnentzündung oder durch Sepsis zum Tod.


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