Zwerchfellbruch
Aus Medizin-Lexikon.de
auch: Zwerchfellhernie;
Übertritt von Bauchorganen durch das Zwerchfell in den Brustraum.
Es gibt drei Arten:
der angeborene Zwerchfellbruch, der durch eine Fehlenwicklung des Zwerchfells bedingt ist, bei der oft ein Großteil der Bauchorgane im Brustraum liegt;
der traumatische Zwerchfellbruch durch Stichverletzungen des Zwerchfells oder durch Zerreißungen des Zwerchfells nach Gewalteinwirkungen gegen den Bauch;
In diesen beiden Fällen besteht meistens starke Atemnot, da die Lungen durch die in den Brustkorb gerutschten Organe zusammengedrückt werden. Eine Operation ist unumgänglich.
als häufigste Form die Hiatushernie, bei der ein Teil des Magens durch die für die Speiseröhre bestimmte Öffnung des Zwerchfells hindurchgetreten ist. Beschwerden entstehen sowohl seitens der eingeklemmten Organe (Blähungen, Aufstoßen, Schmerzen) als auch durch Raumbeengung der Lungen (Atemnot) und des Herzens. Sehr unangenehm kann ein unstillbarer Schluckauf werden, wenn der Magen eingeklemmt ist.
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