Binokulares Sehen

    Aus Medizin-Lexikon.de

    normales Sehen. Beide Augen sind normalerweise in ihren Bewegungen koordiniert, damit der Seheindruck im Gehirn zu einer einheitlichen Sehempfindung verschmolzen werden kann. Dazu werden die sich normal entsprechenden oder korrespondierenden Netzhautstellen in beiden Augen erregt, so dass dort Seheindrücke oder Bilder des gleichen Gegenstandes entstehen. Dies kann nur erreicht werden bei einer intakten Stellung und Beweglichkeit, einer ausreichenden organischen Entwicklung und Funktion beider Augen sowie nach Ausgleich von höheren Brechungsfehlern.

    Das binokulare Sehen hat gegenüber dem einäugigen oder monokularen Sehen einige wesentliche Vorteile:

    a) ist das binokulare Gesichtsfeld größer als das monokulare,

    b) ist die binokulare Sehschärfe etwas höher als die monokulare und

    c) ist ein intaktes beidäugiges Sehen die Voraussetzung für das räumliche (dreidimensionales) Sehen.