Blutung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    (Hämorrhagie)

    bei Verletzungen von Blutgefäßen entstehender Blutaustritt in das Körperinnere (Körperhöhlen, Gehirn, Gewebe) oder nach außen.

    Je nach der Geschwindigkeit des Blutaustritts spricht man von Sickerblutung, Venenblutung, Schlagaderblutung und Massenblutung (Blutsturz). Blutungen unter die Haut kommen bei stumpfen Verletzungen vor (Suffusion, Hämatom), bei abnormer Durchlässigkeit der Gefäßwände (Purpura, Petechien). Die gleichen Erscheinungen könne auch an inneren Organen auftreten, wodurch diese in ihrer Funktion gestört werden, was auch den Tod herbeiführen kann (z.B. Gehirn-Purpura).

    Von inneren Blutungen spricht man, wenn das Blut in einer Körperhöhle (Bauchhöhle, Brustkorb, Herzbeutel) gelangt. Blutungen aus inneren Organen können sich auch nach unten entleeren (Blutharnen, Bluthusten, Blutbrechen, Nasenbluten, Metrorrhagien).

    Äußere Blutungen sind dunkelrot, wenn es sich um venöse, hellrot und spritzend, wenn es sich um arterielles Blut handelt. Die Blutung "steht" oft schon, wenn das verletzte Glied hochgestellt wird. Kapillarblutungen werden durch blutstillende Mittel und Druckverband gestillt. Dieser genügt auch bei der Verletzung kleiner Arterien.