Bronchitis

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    Die Bronchitits ist eine Entzündung der Bronchienschleimhaut.

    Bronchialkatarr und Bronchitis sind zwei Begriffe, die nicht ganz das gleiche bedeuten.

    Bronchialkatarr

    Der Katarr ist eine oft langwierige Verschleimung des Bronchialsystems, die oft im Anschluss an Entzündungen der oberen Luftwege entsteht. Der Schleim sammelt sich besonders nachts an und wird vorwiegend morgens abgehustet (typischer "Raucherkatarr"). Der Schleim ist weiß oder glasig, geruch- und geschmacklos. Zur Behandlung kommen schleimlösende Mittel, Hustentees, Honigbonbons und Anfeuchtung der Zimmerluft, besonders im Schlafzimmer, in Frage.

    Bronchitits

    Im Gegensatz zum Katarr ist die Bronchitis eine schwere Krankheit die in vielen Fällen, manchmal nach jahrzehntelangem Verlauf, zum Tode führt.

    Die akute Bronchitis ist nicht immer leicht von einer Bronchopneumonie zu unterscheiden. Sie beginnt plötzlich mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Im Gegensatz zur Lungenentzündung verursacht sie schon zu Beginn stärkere Schmerzen in der Lunge, starken Husten und bald auch reichlichen eitrigen Auswurf, der je nach dem Erreger gelb bis dunkelgrün sein kann. Die Behandlung entspricht der bei Lungenentzündung, also Antibiotika und Expektorantien, kalte Brustwickel, doch wird sie oft durch Bakterien verursacht, gegen die die meisten Antibiotika nicht mehr wirksam sind.

    Die chronische Bronchitis kann sich aus einer nicht vollständig abgeheilten akuten Bronchitis entwickeln, oder allmählich aus einem Bronchialkatarr entstehen. Der Patient hat ständig Husten, der bei der spastischen Bronchitis Krampfcharakter annehmen kann, wie bei Keuchhusten oder Bronchialasthma.

    Bei Säuglingen erfasst die Bronchitis besonders leicht die feinsten Bronchien und heißt dann kapilläre Bronchitis, die der Bronchopneumonie nahe kommt. Typische Zeichen sind Nasenflügelatmung, Einziehung der Brust beim Einatmen, keuchende Atmung, bläuliche Gesichtsfarbe. Die kapilläre Bronchitis entwickelt sich besonders leicht bei Säuglingen in den ersten drei Lebensmonaten aus einem einfachen Schnupfen und erzeugt wegen der Abwehrschwäche kleiner Kinder oft kaum Fieber. Personen mit Schnupfen oder leichter Grippe sollten daher jede Berührung mit Säuglingen vermeiden.