Coxsackie-Viren

    Aus Medizin-Lexikon.de

    eine Virus-Gruppe, die erstmals bei Kindern mit Lähmungserscheinungen in der Stadt Coxsackie am Hudson River oberhalb New York von Dalldorf und Sickles 1947 gefunden wurde. Sie gehören zusammen mit dem Polio-Virus (Kinderlähmung) und den ECHO-Viren in die Gruppe der Enteroviren, weil man sie am leichtesten im Stuhlgang nachweisen kann. Außer meist flüchtiger Lähmung und einer Gehirnhautentzündung verursachen sie stets Durchfall, Muskelschmerzen, Kreislaufstörungen, Schwindel, Übelkeit und häufig Herpes im Mund sowie an Hand- und Fußflächen. Die Muskelentzündung (Bornholm-Krankheit) kann auch auf den Herzmuskel übergreifen. Die Übertragung erfolgt besonders durch den Stuhl, aber wohl auch durch Tröpfcheninfektion.