Die medizinische Verwendung von Cannabidiol

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    Medikamente auf Cannabisbasis werden schon seit Jahrhunderten von vielen Kulturen der Welt eingesetzt. Mittlerweile hat auch die Schulmedizin das Potenzial von Cannabis erkannt und die diversen Inhaltsstoffe werden wissenschaftlich erforscht. Bereits heute gibt es eine Vielzahl von Cannabispräparaten, die im Rahmen verschiedener Krankheiten verschrieben werden.

    Cannabidiol (CBD) ist ein Inhaltsstoff der Cannabispflanze und eines der am besten erforschten Cannabinoide. Es wird bei einer großen Anzahl an Erkrankungen eingesetzt und kann teilweise signifikante Verbesserungen bei Patienten bewirken. Die medizinische Forschung rund um die CBD-Anwendung ist jedoch bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Im Gegensatz zu THC findet CBD eine zunehmende praktische Verwendung durch Patienten und Pharmafirmen, da CBD keinen rechtlichen Beschränkungen unterliegt.

    Wirkmechanismen

    CBD besitzt eine nur sehr schwache psychoaktive Eigenschaft. Ein die Wahrnehmung einschränkendes "High" wird bei der Verwendung also nicht ausgelöst, der Gebrauch ist somit weniger riskant. Da sich im menschlichen Körper zahlreiche Cannabinoidrezeptoren befinden, können Cannabinoide ihre Wirkung an unterschiedlichen Stellen entfalten. Die Wirkmechanismen des CDB sind vielfältig, gut erforscht sind dabei folgende:

    • Angstlösend
    • Antidiabetisch
    • Antipsychotisch
    • Appetitanregend
    • Durchblutungsfördernd
    • Entzündungshemmend
    • Krampflösend
    • Nervenschützend
    • Schlaffördernd
    • Schmerzlindernd
    • Stresslindernd
    • Suchthemmend
    • Tumorhemmend
    • Zellschützend

    Anwendungsgebiete

    • Alzheimer
    • Angstzustände
    • Anorexie
    • Arthritis
    • Arthrose
    • Asthma - bipolare Störungen
    • Bluthochdruck
    • Burnout
    • Depression
    • Entzündungen
    • Epilepsie
    • Fibromylagie
    • HIV
    • Krebs
    • Lupus
    • Magen
    • Darmerkrankungen
    • Migräne
    • Morbus Crohn
    • Multiple Sklerose
    • Muskelkrämpfe
    • Muskelschwund
    • Muskelspasmen
    • Parkinson
    • Phantomschmerzen
    • PMS
    • Posttraumatisches Belastungssyndrom
    • Rheuma
    • Rückenschmerzen
    • Schlafstörungen
    • Schlaganfall
    • Schmerzen / chronische Schmerzen
    • Spastik
    • Stress
    • Tinnitus
    • Übelkeit

    Betroffene von den oben genannten Erkrankungen haben verschiedenen Berichten zufolge gute Chancen von den positiven Eigenschaften von CBD zu profitieren. Besondere Hoffnung liegt in der weiteren Erforschung der Wirkung von CBD im Rahmen der Krebsbehandlung. Das Wachstum der Geschwüre konnte bereits anhand von Tierversuchen nachgewiesen werden, klinische Studien mit Menschen bleiben noch aus.

    Einsatzformen

    Oftmals wird CBD in Form von Ölen eingenommen. Zwar haben diese Öle erwiesenermaßen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, gelten jedoch nicht als Medikament und dürfen daher auch nicht in dieser Form beworben werden. Weitere Informationen in Sachen CBD-ÖL.

    Es existieren auch Kapseln, Tinkturen und Tabletten mit Cannabiniol Anteilen. Weiterhin gibt es verschiedene verschreibungspflichtige CBD-Medikamente. Diese können ausschließlich in Apotheken erworben werden und erfordern eine vorherige Absprache mit einem Arzt.