Eileiterentzündung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    (Salpingitis)

    ein- oder doppelseitige bakteriell (häufig Streptokokken oder Staphylokokken) bedingte Entzündung des Eileiters, oft gleichzeitig auch des Eierstocks. Akute Symptome sind hohes Fieber und starke Unterleibsschmerzen. In chronischen Fällen kann eine Unfruchtbarkeit entstehen.

    Besondere Gefahr besteht im Anschluss an eine Menstruation, bevor die natürliche Bakteriensperre (Döderlein-Flora) im Gebärmutterhalskanal wieder aufgebaut ist. Weitere Ausgangspunkte sind Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, zurückgebliebene Gewebsreste nach der Geburt (Plazentapolyp) oder Fehlgeburt, auch Eingriffe in die Gebärmutter (Ausschabungen).

    Das chronische Stadium zeichnet sich durch bleibende Schmerzempfindlichkeit des Unterleibs und häufig wiederkehrende Eileiterentzündung aus, besonders nach Unterkühlungen oder körperlichen Überanstrengungen. Krankheitserreger sind neben den oben genannten die Erreger des Trippers (Gonokokken).

    Die Folgen einer Eileiterentzündung sind häufig die chronische Eileiterentzündung, wobei der Eileiter zu einem mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllten Gewebssack (Hydrosalpinx, Pyosalpinx) umgewandelt sein kann, das die Passage des Eies zum Uterus verbindet.