Embryo

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Frucht in der Gebärmutter während der Zeit der Organentwicklung, also der ersten zwei Schwangerschaftsmonate (vergleiche auch Fruchtentwicklung).

    Die Embryonalentwicklung

    Den Grundstein der Embryonalentwicklung bildet eine dreiblättrige Keimscheibe (Keimblatt), die sich aus dem Embryoblasten, entstanden aus den inneren Zellen der Blastozyte, entwickelt. Das innere Keimblatt wird als Entoderm, das äußere als Ektoderm bezeichnet. Zwischen diesen beiden entwickelt sich im Laufe der dritten Schwangerschaftswoche ein mittleres Keimblatt, das Mesoderm. Aus diesen drei Keimblättern werden die Organe des Kindes gebildet.

    Zudem entstehen zwei kleine Hohlräume, einer am Ektoderm und einer am Endoderm. Die Ektodermhöhle wird als Amniohöhle bezeichnet, in die der Embryo im weiteren Schwangerschaftsverlauf hineinwächst. Sie ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, dem Fruchtwasser, das ihn vor Stößen schützt. Die Entodermhöhle, der Dottersack, bildet sich langsam zurück.

    Am Ende der vierten Schwangerschaftswoche ist der Embryo bereits sieben Millimeter lang und wiegt ein Gramm. Die Entwicklung des Herzens, der Wirbelsäule, des Zentralen Nervensystems, des Kopfes und des Gehirns beginnt. Im Verlauf des zweiten Schwangerschaftsmonats, der auch als Embryonalperiode bezeichnet wird, werden alle wichtigen Organe wie die des Verdauungstraktes und des Atemzentrums, angelegt. Das Herz des Embryos beginnt bereits in der fünften Schwangerschaftswoche zu schlagen.

    Am Ende des zweiten Schwangerschaftsmonats kann man den Embryo mit dem Aussehen eines Menschen vergleichen: Aus kleinen Vertiefungen und Wölbungen haben sich die Grundrisse der Sinnesorgane gebildet, wobei die Augen fast vollständig entwickelt sind. Der Kopf und das Gehirn wachsen im Gegensatz zum restlichen Körper schneller. Die Extremitäten mit den dazugehörigen Fingern und Zehen sind zu erkennen und können auch schon Bewegungen ausüben, die jedoch von der Mutter nicht wahrgenommen werden.