Embryonalhüllen

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Fruchthüllen;

    aus der Eizelle sich entwickelnde Embryonalhüllen, die dem Schutz und der Ernährung des Embryos ebenso dienen wie dem Gasaustausch. Der menschliche Embryo ist zunächst von der Zottenhaut (Chorion) umgeben. Die Zottenhaut bildet zusammen mit der Gebärmutterschleimhaut, deren Gefäße sie mit enzymatischer Hilfe auflöst, den Mutterkuchen (Plazenta). Die zottenfreien Bereiche der Zottenhaut bilden die der Gebärmutterhöhle zugewandte, äußere Eihülle, die so genannte Serosa. Die der Zottenhaut folgende Eihülle ist die Amnionhülle, die die Fruchtwasserhöhle einschließt. Der Raum zwischen Embryo und Amnionhülle ist mit Fruchtwasser ausgefüllt. Auf der Bauchseite des Keims bildet sich ein Dottersack. Der Urdarm schnürt zudem nach hinten einen Harnsack (Allantois) ab. Aus dem Bauchstiel des Embryos entwickelt sich die Nabelschnur.