Embryotransfer

    Aus Medizin-Lexikon.de

    (griechisch-englisch)

    in der Tiermedizin wie in der Humanmedizin eine Methode der Übertragung von einer durch In-vitro-Fertilisation entwickelten Frucht in die Gebärmutter eines anderen Muttertieres oder einer anderen menschlichen Mutter.

    Die tiermedizinische Methode wird vorwiegend in der Rinderzucht eingesetzt. Dabei wird die Spenderkuh durch Hormongaben dazu angeregt, mehrere Follikel zu bilden, die nach dem Eisprung und der künstlichen Besamung in einem frühembryonalen Stadium von 48 bis 72 Stunden (Blastozyste) mit einer Lösung herausgespült werden. Dann werden die Embryonen einem anderen, speziell für diese Methode vorbereiteten Empfängertier übertragen.

    Bei der "menschlichen" Übertragung wird zuerst eine der Frau entnommene Eizelle mit einer Samenzelle des Mannes in einem Kulturgefäß vereint. Dann wird der entstandene Embryo in die Gebärmutter der Ei-Spendermutter wieder eingepflanzt.