Gallensäuren

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Cholsäuren;

    entstehen in der Leber durch Oxydation des Cholesterins. Sie bilden die wichtigsten Bestandteile der Galle und machen die Nahrungsfette wasserlöslich, damit diese durch die Verdauungsenzyme zerlegt und resorbiert werden können. Die Gallensäuren liegen teils als Salze, teils "konjugiert" mit anderen Verbindungen vor. Sie werden aus dem Darm zurückresorbiert und machen einen (enterohepatischen) Kreislauf durch. Bei Gelbsucht erscheinen sie neben den Gallenfarbstoffen in größerer Menge in Urin und Blut, wo sie Hautjucken verursachen und den Blutdruck senken.