Gehirnblutung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    plötzlicher Blutaustritt ins Gehirn durch Zerreißen einer Gehirnarterie oder durch eine Sickerblutung.

    Es ist zu unterscheiden zwischen dem plötzlichen Blutaustritt durch Riss (Ruptur) eines Hirngefäßes und der weniger akuten umschriebenen Hirnerweichung (Enzephalomalazie), die verschiedene Ursachen haben kann (z.B. Thrombose, Embolie). Klinisch fallen beide Ereignisse unter den Begriff des apoplektischen Insultes oder Schlaganfalles. Je nach Sitz und Ausmaß des Blutungs- oder Erweichungsherdes treten leichte bis schwere Bewusstseinsstörungen auf, und auf der der betroffenen Hirnhälfte entgegengesetzten Körperseite kommt es zu Lähmungen. Daneben gibt es auch spontan auftretende Blutungen, etwa aus einem Aneurysma der Hirngefäße, oder traumatische Blutungen, d.h. durch Gewalteinwirkung auf den Schädel entstandene Hirnhautblutungen (subdurales und epidurales Hämatom).