Geisteskrankheiten

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Geistes- und Gemütskrankheiten sind etwa Psychosen (z.B. Schizophrenie, manisch-depressive Erkrankung u.a.). Als seelische Krankheiten werden Verhaltensstörungen und Krankheiten im Bereich der Psychiatrie und Psychopathologie bezeichnet.

    Man unterscheidet einmal seelische Störungen bzw. nicht normale seelische Reaktionen und Entwicklungen, die keinen krankhaften Körperbefund aufweisen. Darunter fallen z.B. Neurosen, sexuelle Normabweichungen, Alkoholkrankheit und Abhängigkeit von anderen Drogen, auch psychosomatische Störungen. Daneben gibt es seelisch abnorme Erscheinungen, die auf einer Krankheit basieren. Sie wirken persönlichkeitsverändernd und werden eingeteilt in endogene Geisteskrankheiten (durch Vererbung) und exogene Geisteskrankheiten bzw. Psychosen (z.B. durch Infektionen, Verfall im Alter usw.). Die psychischen Funktionen werden durch sie so sehr gestört, dass der Bezug zur Realität abhanden kommt und den normalen Anforderungen des Alltags nicht mehr entsprochen werden kann.

    Bei der endogenen Psychose konnte eine zu Grunde liegende Krankheit nur angenommen, aber nicht bewiesen werden (bei Schizophrenie und manisch-depressiven Zuständen). Bei der exogenen Psychose ist eine körperliche Beeinträchtigung erkennbar und nachweisbar, so z.B. Paralyse, Epilepsie, Vergiftungen, Hirnverletzungen. Zu deren Krankheiten zählt auch der Schwachsinn.

    Behandelt werden die Krankheiten je nach Ursache und Symptom z.B. mit Psychotherapie, Psychopharmaka oder Beschäftigungstherapie. In schweren Fällen werden die Patienten in psychiatrischen Krankenhäusern stationär behandelt.