Geschwür

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Ulcus;

    ein tief greifender Defekt, also ein Loch an der Oberfläche deckender Gewebe (Haut, Mund- und Magendarm-, Urogenital- und respiratorische Schleimhaut). Dieser Defekt entsteht, wenn ein entzündlicher Prozess, eine Geschwulst oder der Verschluss einer Arterie zum Absterben eines mehr oder weniger an der Oberfläche der genannten Deckgewebe gelegenen Gewebeteiles führen. Man unterscheidet je nach Ort und Ursache verschiedene Geschwüre: Bein-, Magen-, Zungen- und Hornhautgeschwür. Einen durch eine Verletzung entstandenen Defekt nennt man Wunde. Ein Geschwür heilt immer mit einer Narbe ab.