Gewöhnung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    1. die zunehmende seelische und körperliche Anpassung an bestimmte Umweltbedingungen, Anforderungen oder auch an erlittene körperliche Einbußen oder Schädigungen.
    1. auch: Tachyphylaxie;

    sich steigernde Unempfindlichkeit des Körpers z.B. gegen eingenommene Arzneimittel oder Genussgifte. Sie führt zu einem allmählich fortschreitenden Nachlassen der erwünschten Wirkung und kann labile, suchtgefährdete Personen veranlassen, das Mittel in immer höherer Dosis zu nehmen. Chronisch Süchtige können infolge der Gewöhnung ihre Suchtmittel in so hohen Dosen einnehmen, dass diese bei einem Gesunden, der nicht an dieses Mittel gewöhnt ist, bereits zu akut lebensbedrohlichen Vergiftungserscheinungen führen würden. Siehe Sucht, Arzneimittelsucht.