Gewebstod

    Aus Medizin-Lexikon.de

    das Absterben von Gewebeteilen oder Organen im lebenden Organismus. Es erfolgt entweder durch schädliche Einwirkung von außen zum Teil durch Gewalteinwirkung mit Zertrümmerung von Körperteilen, durch zu große Hitze (Verbrennung) oder Kälte (Erfrierung) sowie durch chemische Stoffe (Säuren, Laugen u.a. Gifte) und ionisierende Strahlen. Eine andere Möglichkeit sind infektiöse Keime, deren Gifte bestimmte Nerven- oder Organzellen zerstören. Die wichtigste Ursache eines Gewebstodes, z.B. im Bereich des Herzmuskels, ist aber die gestörte Blutversorgung. Bei ungenügender Sauerstoffzufuhr sterben empfindliche Zellen in Gehirn und Herz innerhalb von 5 bis 10 Minuten ab. Am Herzen ist es der Herzinfarkt, im Gehirn die Gehirnerweichung, an den Gliedmaßen (z.B. bei starken Rauchern oder Zuckerkranken häufig) der arteriosklerotische Verschluss der Beinarterien.