Grippeimpfung: Schutz ohne Erfolgsgarantie

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    Die Grippe ist eine sehr häufige Viruserkrankung, die nicht mit einer harmloseren Erkältung (grippaler Infekt) verwechselt werden darf. Vielmehr treten die typischen Grippe-Beschwerden (z. B. Gliederschmerzen und Müdigkeit) schlagartig auf.

    Am besten im Herbst impfen lassen

    Weil die Wirkung erst nach zwei Wochen eintrifft, empfiehlt sich eine Impfung um Oktober. Also zu Beginn der kalten Jahreszeit. Nicht immer aber bietet die Grippeimpfung einen umfassenden Schutz. Das Erkrankungs-Risiko sinkt aber in jedem Fall. Der Winter 2014/2015 beispielsweise war – trotz Impfmaßnahmen – von zahlreichen Grippefällen geprägt.

    Grippeviren verändern sich

    Während andere Impfungen, z. B. gegen Masern oder Hepatitis, viele Jahre wirken, muss die Grippeimpfung jährlich aufgefrischt werden. Der Grund: Grippeviren verändern sich ständig, entsprechend müssen die Impfstoffe permanent angepasst werden. Auch deswegen bietet die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz vor der mitunter heftig verlaufenden Viruserkrankung.

    Grippeimpfung trotzdem empfohlen

    Sowohl Fachleute als auch die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfehlen den Bürgern dennoch, sich regelmäßig gegen die Grippe impfen zu lassen. Das gilt insbesondere für ältere Menschen und solche mit einer schweren Erkrankung. Um einen möglichst passenden Impfstoff entwickeln zu können, beobachten Forscher der Weltgesundheitsorganisation die Grippemonate auf der Südhalbkugel. Dann ist bei uns noch Freibadsaison.