Halbseitenblindheit

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Hemianopsie;

    der Ausfall einer Gesichtsfeldhälfte, das Gesichtsfeld jedes Auges wird dadurch in eine sehende und eine blinde Hälfte geteilt (Halbseitenblindheit). Zu Beginn des krankhaften Prozesses braucht der Ausfall nicht vollständig zu sein. Bei der heteronymen (nicht gleichnamigen) Hemianopsie ist z.B. bei dem rechten Gesichtsfeld die rechte temporale Gesichtsfeldhälfte, bei dem linken Gesichtsfeld die linke temporale Gesichtsfeldhälfte ausgefallen. Dies tritt ein bei Schädigung der Sehnerven in der Mitte der Sehnervenkreuzung, dem Chiasma. Sind dagegen die rechte temporale Hälfte des rechten Gesichtsfeldes und die rechte nasale des linken Gesichtsfeldes ausgefallen, so handelt es sich um eine homonyme (gleichnamige) Hemianopsie. Diese tritt auf bei Schädigung im Bereich der optischen Leistungsbahn nach der Sehnervenkreuzung bis einschließlich Schrinde im Okzipitallappen des Gehirns. Fällt nur ein Quadrant der Gesichtsfelder aus, so handelt es sich um eine Quadrantenanopsie.