Harnfarbe

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Eine normalerweise blassgelbe Färbung, die durch geringe Mengen von Gallenfarbstoffen, Karotin und Urochrom entsteht. Bei manchen Stoffwechselstörungen (Porphyrie, Phenylketonurie, Alkaptonurie) verfärbt sich der Harn beim Stehen an der Luft dunkelbraun, beim Vorhandensein von Harnindikan wird er veilchenblau. Ein orangeroter trüber Harn enthält das harmlose Ziegelmehlsediment, das oft bei Fieber, aber auch nach körperlicher Anstrengung oder vegetarischer Ernährung auftritt. Fleischfarbener Harn ist verdächtig auf Blutbeimengung. Brauner Urin enthält Bilirubin und entsteht durch Lebererkrankungen.