Harnvergiftung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    (lateinisch: Urämie)

    Folge einer verringerten (Oligurie) oder aufgehobenen (Anurie) Harnausscheidung oder einer völligen Unterbrechung der Fähigkeit der Nieren, harnpflichtige Substanzen mit dem Harn auszuscheiden, wie es bei der Nephrose der Fall ist. Eine Harnvergiftung tritt nicht nur bei Nierenentzündungen oder Harnverhalt auf, sondern auch bei schweren Störungen des Wasserhaushaltes, z.B. durch Herzversagen, Durst, Sepsis, Durchfälle oder Salzmangel, da ohne Salz kein Wasser ausgeschieden werden kann. Anzeichen der Harnvergiftung sind Unruhe, Schlafstörungen, Fantasieren, Bewusstseinstrübungen, Krampfanfälle, später Erbrechen, Dauerschläfrigkeit (Koma) und ein Geruch der Atemluft nach Harn.