Heilquellen

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Quellwässer, Mineralwässer zum Trinken, Baden, Gurgeln und zerstäubt zum Einatmen. Ihre Wirkung beruht auf ihrem Gehalt an Mineralsalzen und Kohlensäure sowie auf ihrer Temperatur. Die Bäder in Heilquellen steigern durch starken Reiz auf die Haut deren Durchblutung und wirken dadurch entlastend auf Herz und innere Gefäße. Radioaktive Stoffe (gegen Rheumatismus und Gicht oder Alterserscheinungen) werden meist von der Oberfläche des Wassers durch Atmung aufgenommen oder in Inhalatorien eingeatmet.

    Man unterscheidet nach der Zusammensetzung der Heilwässer:

    Bitterwasser: sind bei Leber-, Gallenleiden, Fettsucht und Zuckerkrankheit angebracht;

    Eisenquellen (Trink- und Badekuren) bei Blutarmut und Schwächezustände;

    Kochsalz- und Solquellen (Solbäder) gegen Rheumatismus, Frauenleiden, chronische Kehlkopf- und Lungenleiden;

    Kohlensäure-Feucht- und Trockenbäder bei Herz- und Gefäßerkrankungen;

    Schwefel- und Jodbäder bei Hautkrankheiten, Nervenentzündungen, Herzleiden, Arterienverkalkung;

    erdige Quellen bei Nieren- und Blasenleiden;

    Moorbäder bei Rheumatismus, Frauenleiden; Arsenwasser durch Trinkkuren bei Blutarmut und Körperschwäche.