Herpes

    Aus Medizin-Lexikon.de


    Bei Herpes simplex, der eigentlichen Bläschenkrankheit (entzündliche Haut- und Schleimhauterkrankung) zeigen sich vornehmlich in der Umgebung von Mund und Nase Gruppen stecknadelkopfgroßer Bläschen mit Juckreiz, Hautrötung, und Hautspannungsgefühl, die verkrusten und ohne Behandlung nach einiger Zeit von selbst abheilen. Es handelt sich um eine harmlose Erkrankung, die nur gefährlich wird, wenn die Hornhaut des Auges (Herpes corneae) oder das Gehirn betroffen sind (Herpesenzephalitis). Nach der akuten Entzündung zieht sich der Virus in ein Ganglion zurück, um bei Fieber, starker Sonneneinstrahlung oder starkem seelischen Stress erneut Bläschen zu verursachen.

    Herpes genitalis kommt im Gegensatz zu Herpes simplex nur an den Geschlechtsorganen vor und zählt zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Der auslösende Virus ist sehr eng mit dem Herpes-simplex-Virus verwandt. Auch hier entstehen Gruppen schmerzhafter, juckender Bläschen, entweder an der Eichel oder an den Schamlippen.

    Herpes zoster (Gürtelrose) wird ebenfalls durch ein Virus ausgelöst, das mit dem Herpes-simplex-Virus verwandt ist und außerdem bei Kindern die ansteckenden Windpocken hervorruft.