Herxheimer-Krankheit

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    auch: Akrodermatitis atrophicans;

    benannt nach dem Dermatologen Karl Herxheimer (1861-1944). Chronische, mit Atrophie der Haut einhergehende Erkrankung an den Akren (Händen, Füße, Knie, Ellenbogen). Die Erkrankung tritt Jahrzehnte nach einer Infektion mit Borrelien auf, die durch Zecken (Holzbock = Ixodes ricinus) übertragen werden und entspricht dem fortgeschrittenen Stadium der Borreliose. Die befallenen Hautpartien sind verdünnt, blaurot gefärbt, heiß und sehr berührungsempfindlich und die darunter liegenden Gefäße sind deutlich sichtbar. Häufig wird das Krankheitsbild nicht erkannt, da die blauroten Verfärbungen an Händen und Füßen auf Frostbeulen oder Erfrierungen zurückgeführt werden und die Atrophie als altersbedingt angesehen wird.