Herzbeutel

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Perikard, Pericard;

    ein fibröser Sack, in dem das Herz liegt. Die dem Herzen zugekehrte Fläche ist von einer serösen Haut bedeckt, die untrennbar mit der fibrösen Schicht verbunden ist. Die Serosa des Perikards ist das parietale Blatt der serösen Haut, deren viscerales Blatt als Epikard die äußerste Schicht der Herzwand bildet. Dort wo Körperhauptschlagader, Lungenschlagader, Hohlvenen und Lungenvenen aus dem Herzbeutel aus- bzw. in diesen eintreten, schlägt sich die Serosa des Perikards in das Epikard um.

    Die Herzbeutelentzündung (Perikarditis) führt zum Erguss von Flüssigkeit in den Herzbeutel, die bald wieder verschwindet, aber auch durch Niederschlag von Fibrin Rauigkeiten verursachen kann, deren Reiben bei jedem Herzschlag als Herzgeräusch hörbar wird. Die akute Herzbeutelentzündung ist sehr schmerzhaft. Bei größeren Flüssigkeitsmengen wird die Herzarbeit stark behindert und eine akute Herzschwäche erzeugt. Länger dauernde Herzbeutelentzündung neigt zur Verkalkung, Panzerherz.

    Ursachen: Rheumatismus, allgemeine Wassersucht, Infektionen und vom Brustfell fortgeleitete Entzündungen.