Herzblock

    Aus Medizin-Lexikon.de

    eine Unterbrechung des Reizleitungssystems im Herzen durch kleine Herzinfarkte, Rheumaknötchen oder Herzmuskelentzündungen. Durch die Zerstörung der Herzmuskelzellen, die die elektrischen Reize des Sinusknotens weiterleiten, wird die Ausbreitung der elektrischen Muskelerregung gestört. Dadurch entstehen charakteristische Veränderungen der Stromkurven im Elektrokardiogramm, die jedoch nicht zwangsläufig die Herzleistung beeinträchtigen und oft vom Betroffenen unbemerkt bleiben. Ein Herzblock kann auch Adams-Stokes-Anfälle hervorrufen, deren Symptome einem Herzinfarkt ähneln und lebensgefährlich werden, wenn sie sich öfter wiederholen. Auch Herzstolpern (Extrasystolie) kann durch Anfälle von Herzblockaden ausgelöst werden. Ein Herzblock sollte regelmäßig ärztlich überwacht werden, um ein Nachlassen der Herzleistung rechtzeitig zu erkennen. Medikamente, die die Reizleitung verbessern, können den Herzblock zum Verschwinden bringen.