Heuschnupfen

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Heufieber, Heuasthma;

    allergische Erkrankung der Atemwege, die auf einer Überempfindlichkeit vor allem gegen die Pollen von Gräsern, Bäumen und Sträuchern beruht, seltener auch gegen die Duftstoffe gewisser Gewächse. Heuschnupfen tritt somit nur zu bestimmten Jahreszeiten (Frühjahr, gelegentlich auch Herbst) auf. Er ist erblich bedingt und lässt sich in manchen Familien durch Generationen verfolgen. Der Beginn der Erkrankung liegt meist vor der Pubertät. Die Schwere der Erkrankung steigert sich allmählich und ist zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr am ausgeprägtesten. Krankheitszeichen sind eine plötzliche heftige Entzündung der Nasenschleimhaut mit völliger Verlegung der Nasenatmung, starker wässriger Sekretion und wiederholtem Niesreiz, einer quälenden Bindehautentzündung mit starkem Tränenfluss und Lichtscheu, Brennen in den Augen, Kopfschmerzen und auch Fieber. Oft tritt im weiteren Verlauf Bronchialasthma mit Anfällen von plötzlicher Atemnot (besonders nachts) auf.

    Als Vorbeugung kann man vor Ausbruch der Erkrankung durch Injektion von Pollenextrakten versuchen, eine Verminderung der Überempfindlichkeit zu erzielen (Desensibilisierung). Eine Heilung ist dadurch nicht zu erwarten, doch lassen sich die Krankheitserscheinungen vielfach wesentlich mildern.

    Sobald die Krankheit ausgebrochen ist, helfen Medikamente, die die zur Überempfindlichkeitsreaktion führenden Stoffe neutralisieren (Antihistaminika) bzw. die Allergie bremsen (Kortison).