Kinderlähmung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    (lateinisch: Poliomyelitis epidemica) auch: Polio;

    ansteckende infektiöse Erkrankung des zentralen Nervensystems, besonders des Rückenmarks, durch ein Virus. Sie führt zu Gliedmaßenlähmungen und Muskelschwund. Der Name geht darauf zurück, dass sie früher vornehmlich Kleinkinder bis etwa zum 4. Lebensjahr befiel. Mittlerweile ist jedoch bekannt, das man bis ins hohe Lebensalter erkranken kann. Die Vorbeugung erfolgt lebenslang durch Impfungen.

    Durch Impfungen konnte die Krankheit in Europa und Amerika weitgehend zurückgedrängt werden. Das Virus tritt vor allem in Afrika, Asien und im südlichen Mittelmeerraum auf. Im Jahr 2001 meldete die Weltgesundheitsorganisation, dass einer der drei Poliosubtypen ausgerottet worden ist.