Ohrenschmalz

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Cerumen;

    eine normale Absonderung der im äußeren Gehörgang gelegenen Ohrenschmalzdrüsen, meist vermischt mit dem Sekret von Talgdrüsen, abgestoßenen Epithelschuppen der Gehörgangshaut und gelegentlich mit Gehörgangshaaren. Erfahrungsgemäß kommt es gerade bei reinlichen Menschen als Reaktion auf die tägliche Säuberung zu einer vermehrten Produktion von Ohrenschmalz. Wenn das Cerumen sich in größerer Menge im Gehörgang ansammelt, entsteht der Zeruminalpfropf (Ohrenschmalzpfropf), der den gesamten Gehörgang ausfüllen und das Hörvermögen beeinträchtigen kann. Manchmal tritt schlagartig Schwerhörigkeit auf, wenn Wasser in den Gehörgang gelangt und der Pfropf aufquillt. Neben der Hörstörung können Entzündungen der Gehörgangswand (Otitis externa) entstehen, die manchmal mit erheblichen Schmerzen verbunden sind.