Paratyphus

    Aus Medizin-Lexikon.de


    dem Typhus ähnliche Infektionskrankheit, die durch zwei verschiedene Bakteriengruppen (A und B) aus der Gattung der Salmonellen verursacht wird. Er beginnt meist plötzlich wenige Stunden bis zu 6 Tage nach der Infektion mit Schüttelfrost und Brechdurchfall, gelegentlich auch schleichender mit Übelkeit. Das hohe Fieber dauert nicht so lange an wie beim echten Typhus, selten sind flüchtige rosa Flecke auf der Bauchhaut zu sehen. Paratyphus heilt meist bei strenger Diät und Bettruhe rasch aus. Wie beim Typhus können die Bakterien nach Abklingen der Krankheitserscheinungen noch längere Zeit in der Gallenblase weiterleben (Dauerausscheider). Ursachen der Krankheit sind vor allem infizierte Nahrungsmittel, besonders auch leicht saure Speisen wie Salate und Wurstwaren; die Bakterien werden in Muscheln und Enteneiern angereichert (Lebensmittelvergiftung).