Penicillin

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Arzneimittel aus der Gruppe der Antibiotika, das 1928 von Sir Alexander Fleming als antibiotisch wirksames Stoffwechselprodukt des Schimmelpilzes Penicillium notatum erkannt und um 1940 von Florey, Chain und Abraham isoliert wurde.

    Dieses exakter als Benzylpenicillin oder Penicillin G bezeichnete Antibiotikum hat heute größte Bedeutung bei einer Vielzahl von bakteriellen Infektionskrankheiten, zumal man erkannte, dass die Wirkungsbreite (d.h. die Zahl der behandelbaren Infektionskrankheiten) durch entsprechend hohe Dosierung des im Allgemeinen gut verträglichen Mittels vergrößert werden kann. Als Nebenwirkung können Allergien auftreten. Nachteilig ist, dass Penicillin G im Magen zerstört wird und daher meistens nur intravenös gegeben werden kann.

    Halbsynthetische Penicilline können zumeist oral eingesetzt werden. Ihre Synthese erfolgt mithilfe der Aminopenicillansäure, die ein Spaltprodukt von Penicillin G ist und aus diesem hergestellt wird.