Pigmentstörung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    abweichende Verteilung des Hautfarbstoffes (Chromatosis), wobei die Haut zu viel oder zu wenig des dunklen Farbstoffes Melanin enthalten kann, oder dieser in falsche Hautschichten verlagert ist. Beim Albinismus fehlt dem Körper jede Fähigkeit, Pigment zu bilden. Bei Vitiligo verschwindet aus unbekannten Gründen das Pigment aus meist zackig begrenzten Flächen der Haut. Bei Leukodermie sind diese Flächen meist sehr geradlinig. Ursachen sind Infektionen (Hautpilze, Schuppenflechte, Syphilis usw.). Zu viel Farbstoff enthalten Leberflecke, Muttermäler (Naevi), Chloasma, Acanthosis nigricans und Veränderungen nach chronischer Reizung wie die Berloque-Dermatitis (Lichtdermatosen 2). Bösartig sind das Xeroderma pigmentosum und das Melanom, das extreme Mengen von Melanin bildet. Sommersprossen (Epheliden) erhalten ihre rötliche Färbung durch die Lage der Farbstoffkörnchen. Ein sonst hautfremder Farbstoff aus dem Blutabbau (Hämosiderin) verursacht die Graubraunfärbung beim Bronzediabetes.