Procain

    Aus Medizin-Lexikon.de

    synthetischer Arzneistoff zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie), der nach Injektion wirksam wird. Darüber hinaus erlangte Procain große Bedeutung in der durch die Gebrüder Huneke begründete Heilanästhesie (Neuraltherapie), bei der Procain u.a. Stoffe (z.B. ein Procain-Coffein-Komplex) örtlich (in bestimmte Körperzonen) oder in die Venen eingespritzt wird, wodurch mannigfaltige, noch nicht sicher aufgeklärte Wirkungen hervorgerufen werden. Anwendung bei Migräne, Neuralgien, rheumatischen Beschwerden, Durchblutungsstörungen, Angina pectoris, Schlaflosigkeit, Bronchialasthma, Schwangerschaftserbrechen, chronischen Entzündungen der Galle und des Magens u.v.m.