Prostatahyperplasie

    Aus Medizin-Lexikon.de

    veraltet auch: Prostata-Adenom;

    aus unbekannter Ursache erfolgende, gutartige Vergrößerung der Prostata. Sie ist die häufigste Ursache für Entleerungsstörungen den Harnblase bei Männern nach dem 50. Lebensjahr, von denen etwa 60 % davon betroffen sind. Die Beschwerden äußern sich als Drang zum häufigeren Wasserlassen, besonders nachts, mit verzögertem Beginn und dünnem Strahl trotz kräftiger Bauchpresse und nur unzureichender Blasenentleerung. Zeiten vorübergehender Besserung wechseln mit kurzfristiger Verschlechterung (z.B. nach Biergenuss oder Stuhlverstopfung). Manchmal bleibt das Krankheitsbild einige Zeit bestehen (stationär). In schweren Fällen können schmerzhafte Anfälle auftreten, bei denen eine Harnentleerung völlig unmöglich ist, was eine sofortige Katheterisierung durch den Arzt erfordert. Der Rückstau des Harnes kann im Laufe der Zeit zu sehr unangenehmen und gefährlichen Nebenerkrankungen der überanstrengten Blasenmuskulatur und der Nieren führen (Erschlaffung der Blase, ständiger Harnabgang, Niereninsuffizienz, Entzündungen u.a.).