Pupille

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Sehloch;

    ein zentrales kreisförmiges Loch in der membranartig vor der Linse ausgespannten Regenbogenhaut (Iris). Die Weite der Pupille regelt sich reflektorisch je nach Lichteinfall und ergibt als Blendenöffnung die entsprechende Tiefenschärfe. Die Verkleinerung der Pupille erfolgt durch Zusammenziehen des verengenden oder durch Erschlaffen des erweiternden Muskels. Die Vergrößerung der Pupille erfolgt durch die umgekehrte Muskeltätigkeit. Eine reflektorische Pupillenverkleinerung erfolgt bei Naheinstellung und Lichteinfall gleichzeitig am beleuchteten (direkte Pupillenreaktion) und nichtbeleuchteten Auge (indirekte Pupillenreaktion). Dieser Reflexe fehlen bei verschiedenen Erkrankungen (Pupillenstarre).