Quecksilbervergiftung

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Mercurialismus;

    Die akute Quecksilbervergiftung, die meist durch orale Aufnahme von Quecksilberverbindungen zu Stande kommt, führt zu schweren Störungen im Magen-Darmkanal mit heftigen, Geschwüre der Mundschleimhaut, Speichelfluß, Erbrechen, blutigen und schleimigen Durchfällen, heftigen Dickdarmentzündungen. Häufig sind Nierenschädigungen, oft mit Harnverhalt und Harnvergiftung.

    Bei der chronischen Quecksilbervergiftung treten die Erscheinungen im Magen-Darmtrakt (Mundschleimhautentzündung, Speichelfluss, evtl. Quecksilbersaum im Zahnfleisch) nur in den Anfangsstadien häufiger in Erscheinung. Im Vordergrund stehen typische nervöse Erscheinungen, der so genannte "Erethismus mercurialis" und das Quecksilberzittern. Der Erethismus ist eine eigenartige psychische Veränderung mit reizbarer Schwäche, Empfindlichkeit, Aufregungszuständen, Konzentrationsschwäche (auch mit vegetativen Störungen), leichtem Erröten und Erblassen, Schlafstörungen, Schwitzen und Appetitlosigkeit.