Schuppenflechte

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Psoriasis, Räude;

    bei Europäer relativ häufige, nicht ansteckende, vererbte Hauterkrankung letztlich unbekannter Ursache. Meist vor dem 30. oder nach dem 50. Lebensjahr treten - meist nach einschneidenden Lebensereignissen - einzelne stecknadelkopfgroße Flecken an Rumpf, Haarboden und besonders an Ellenbogen und Knie auf. Später bilden sich silberweiße Schuppen, die Herde fließen zu münzengroßen runden (nummulären) Herden zusammen, die manchmal girlandenförmig angeordnet sind und zu Beginn leicht jucken können. Die darunter liegende Haut ist nur noch sehr dünn und kann beim Kratzen leicht verletzt werden. Auch wenn keine Hauterscheinungen vorhanden sind, treten Veränderungen der Nägel auf, mit "Ölflecken" (Störungen der Hornbildung), "Tüpfelung" (narbigen Einziehungen) oder Zerstörung des gesamten Nagels mit Splitterblutungen. Selten kann es auch zu einem Befall der Gelenke kommen.

    Der Verlauf ist nicht vorhersagbar. Jahrelange Krankheitsphasen können mit jahre- und jahrzehntelangen Ruhepausen abwechseln. Eine Schuppenflechte kann jederzeit in die - allerdings seltene - Erythrodermia exfoliativa des ganzen Körpers übergehen, die durch Kreislaufbelastung gefährlich werden kann.