Sinne

    Aus Medizin-Lexikon.de

    die verschiedenen Fähigkeiten der Lebewesen, Eindrücke der Außenwelt mithilfe von besonderen Organen aufzunehmen. Man unterscheidet die höheren Sinne (Gesicht, Gehör) und die niederen Sinne (Geruch, Geschmack, Druck-, Schmerz-, Tast-, Temperatur-Sinn [Gefühl], Gleichgewichts-, Kraft-, Raum-Sinn und Gemeingefühle). Jedes Sinnesorgan spricht, nach dem Physiologen Johannes Müller, nur auf die ihm eigentümlichen (adäquaten) Reize an (spezifische Sinnesenergie). Bei sehr starken inadäquaten Reizen z.B. auf einen Schlag, antwortet das Auge gleichfalls mit Licht-, das Ohr mit Schallempfindungen. Den äußeren Sinnesorganen (Auge, Ohr, Nase, Haut usw.) entsprechen im Gehirn psychosensorische Zentren, mit denen sie durch Nervenbahnen verbunden sind. Auch Reizungen führen zu entsprechenden Sinnensempfindungen. Alle Sinnesreize müssen, um wahrgenommen zu werden, den "Störpegel" eines Dauerreizes um einen bestimmten Betrag überschreiten. Nach Ausschaltung des Störpegels kann z.B. das Auge nach Gewöhnung an Dunkelheit noch ein einziges Lichtquant erkennen.