Transplantation

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    Verpflanzung von lebendem Gewebe oder einem Organ an eine andere Stelle desselben Körpers oder in einen anderen Organismus. Man unterscheidet folgende Arten:

    autologe Transplantation, Überpflanzung körpereigenen Gewebes von einer Körperstelle auf eine andere beim gleichen Menschen (Haut, Sehnen, Knorpel, Knochen, Gefäße, Nerven). 1874 gelang dem Chirurgen Thiersch erstmalig die Übertragung größerer Hautlappen;

    homologe Transplantation, Gewebeübertragung von einem auf einen anderen Menschen oder von einem Tier auf ein anderes der gleichen Art. Diese transplantierten Gewebe heilen in den Körper nicht ein, sondern werden allmählich abgebaut und durch körpereigenes Gewebe ersetzt (Bluttransfusionen, Übertragung von Blutreserven, Haut-, Hornhaut-, Gefäß-, Sehnen-, Knorpel- und Knochentransplantationen, auch die Transplantation ganzer Organe wie Herz, Lungen, Nieren). In den "Blutbanken" und "Gewebsbanken" werden Blut, Blutserum, Haut, Sehnen, Gefäße, Nerven, Hornhaut des Auges konserviert vorrätig gehalten. Die Konservierung von Geweben in lebensfähigem Zustand erfolgt durch Nährmedien, z.B. bei Blutkonserven, die Konservierung in ein nicht lebensfähigem Zustand durch Einfrieren, Kunststoffeinbettung und chemische Fixierung z.B. in Glyzerin oder Alkohol;

    heterologe Transplantation, Gewebeübertragung von einem Tier auf den Mensch oder von einem Tier auf ein anderes, das nicht der selben Art angehört;

    allopathische Transplantation, Überpflanzung von Naturstoffen, die nicht von Lebewesen stammen oder von Kunststoffen und Metallen (Drahtnähte, Knochenschrauben, Marknägel).