Wundstarrkrampf

    Aus Medizin-Lexikon.de

    (griechisch: Tetanus, "Spannung, Krampf")

    seltene, aber lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch Wundinfektion mit Bodenbakterien (Clostridium tetani) hervorgerufen wird. Da diese Bakterien ihr Gift nur unter Luftabschluss bilden, sind Stich- und Quetschverletzungen am gefährlichsten, deren Wundränder sich wieder schließen, oder bei denen Schmutzteilchen in kleinen Taschen liegen bleiben.

    Etwa vier bis 14 Tage nach der Infektion oder auch erst nach mehreren Monaten tritt zunächst ein starker Krampf des Kiefermuskels auf (Kieferklemme), der das Gesicht zu einem sardonischen Grinsen verzerrt (Risus sardonicus). Die Muskelkrämpfe breiten sich bei voll erhaltenem Bewusstsein langsam über den gesamten Rumpf aus, bis der Kranke in extremer Hohlkreuzlage (Anspannung der Rückenmuskeln) fixiert ist. Begleitend treten klonische Anfälle auf.

    Da der Wundstarrkrampf auch heute noch eine gefährliche Erkrankung ist, ist eine Vorbeugung durch regelmäßige Impfung alle zehn Jahre und Gabe von Antikörpern (Tetagam) bei unklarer Immunität unbedingt anzuraten.