Zeugungsfähigkeit

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Potentia generandi, Fertilität;

    Für die Zeugungsfähigkeit sind eine normale Beischlaffähigkeit (Potentia coeundi) und normale Samenbeschaffenheit (Samen) Voraussetzung. Störungen einer dieser Voraussetzungen können zur Zeugungsunfähigkeit führen. Während die Beischlaffähigkeit mit Erreichen einer vollständigen Erektion in der Pubertät gegeben ist, ist eine Aussage über den Zeitpunkt der Bildung reifer und befruchtungsfähiger Samenfäden schwer zu machen. Das Ejakulat enthält in der ersten Periode der Geschlechtsreife lediglich das Sekret der Geschlechtsdrüsen. Obwohl jeweils nur ein Samenfaden ein Ei befruchten kann, werden als Optimum für eine Befruchtung 60-120 Mill. Spermien pro ml angesehen. Eine verminderte Zeugungsfähigkeit liegt bei stärkeren Abweichungen der Spermien von diesem Wert nach oben und unten vor sowie bei einer Beeinträchtigung der Qualität. Im Alter ist mit einer zunehmenden Verminderung der Zeugungsfähigkeit zu rechnen, doch kann sie bis ins hohe Alter erhalten sein.