Theophyllin

aus: Medizin-Lexikon.de

Purinderivat (1,3-DimethylXanthin), das chemisch mit Koffein und Theobromin verwandt ist. Es kommt in kleinen Mengen in Teeblättern vor. Die Isolierung ist jedoch nicht lohnenswert, so dass es synthetisch hergestellt werden muss. Theophyllin kann verengte Bronchien rasch wieder weit stellen, weswegen es bei Asthmaanfällen eingesetzt wird. Außerdem steigert es die Herzleistung (Herzmittel) und fördert die Durchblutung der Herzkranzgefäße (Anwendung bei Angina pectoris); außerdem senkt es den Blutdruck, erregt das Atemzentrum und wirkt diuretisch. Es wird wegen seiner schlechten Löslichkeit in Form von Verbindungen (Aminophyllin) oder in chemisch abgewandelter Form (Hydroxyäthyl-Dihydroxypropyl-Theophyllin) angewandt.