Masern

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Morbilli;

    sehr ansteckende, fiebrige Infektionskrankheit, die zu den Kinderkrankheiten zählt (bereits vom sechsten Lebensmonat an möglich). Ursache ist ein Virus. Nach einer Inkubationszeit von 10-11 Tagen beginnt die Krankheit über 3-4 Tage mit einem Vorläuferstadium (Prodromalstadium) mit Abgeschlagenheit, Nasen- und Rachenkatarr, Husten, Bindehautentzündung (Lichtscheu) sowie Fieber bis über 39 °C. Auf der Schleimhaut der Wangen bilden sich rotumrandete weißliche Flecken (Koplik-Flecken) als sicheres Zeichen der Masernerkrankung. Am 4.-5. Tag nach dem Krankheitsausbruch beginnt der Hautausschlag. Das vorübergehend gesunkene Fieber steigt wieder auf über 40 °C an. Es zeigen sich größere rötlich-runde Hautausschläge (Exantheme) zuerst im Gesicht, dann am ganzen Körper. Etwa nach dem 5. Tag kommt es zum Verblassen des Ausschlags. Die Ansteckungsgefahr beginnt 3-4 Tage vor Erscheinen des Ausschlags und erlischt mit seinem Verschwinden.

    Mögliche Folgekrankheiten sind eine Mittelohreiterung, Lungenentzündung oder Skrofeln. Wegen der ebenfalls häufigen Hirnentzündung versucht man derzeit, die Masern durch konsequentes Impfen aller Kinder auszurotten, wie es in Schweden und anderen europäischen Ländern schon gelungen ist. Das einmalige Überstehen der Masern verleiht lebenslängliche Immunität.