Prostatakrebs

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Prostatakarzinom;

    gefährliche rasch wachsende und metastasierende Geschwulst der Prostata. Sie ist härter als die Prostatahyperplasie und wächst schneller. Da vor allem der Anteil, der dem Mastdarm zugewandt ist, entartet, kann diese Geschwulst im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen gut von dort aus ertastet werden. Außerdem produziert der Krebs wie die normale Drüse ein phosphatspaltendes Enzym, saure Phosphate, durch das er im Blut erkannt werden kann. Beschwerden treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium als Blasenentleerungsstörungen, Kreuzschmerzen oder bei Übergreifen auf den Mastdarm Störungen der Stuhlentleerung auf. Wird der Prostatakrebs früh genug erkannt, kann er durch Entfernung der Prostata und der angeschlossenen Lymphknoten fast immer geheilt werden. In späteren Stadien kann sein Wachstum durch den Entzug der männlichen Geschlechtshormone gebremst werden.