Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

aus: Medizin-Lexikon.de

Abk.: ADS; früher: hyperkinetisches Syndrom;

Verhaltensauffälligkeit, die sich in Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen und Gedächtnisschwächen, aber auch in motorischer Hyperaktivität, Reizbarkeit und Aggressivität, Stimmungsschwankungen und Kontaktschwierigkeiten äußert.

ADS tritt bei Kindern, seltener bei Erwachsenen (etwa 10 % aller Betroffenen), auf. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.

Ursache der Erkrankung ist vermutlich eine Funktionsstörung im Gehirn: Die Überträgerstoffe (Neurotransmitter) zwischen den Synapsen erfüllen ihre Funktion nur eingeschränkt, die Zusammenarbeit verschiedener Hirnbereiche funktioniert nicht optimal.