Infusion

aus: Medizin-Lexikon.de

(lateinisch "Eingießung")

gemeint ist das Einbringen von Flüssigkeiten ins Blut, in besonderen Fällen auch unter die Haut (subkutan), in die Muskeln (intramuskulär) oder in die Bauchhöhle (intraperitoneal). Die Aufnahme der Flüssigkeit kann dann durch Beigabe von Hyaluronidase beschleunigt werden. Eine intravenöse Infusion ist auch die Infusion ins Knochenmark, die besonders bei Säuglingen die einzige Möglichkeit ist, größere Flüssigkeitsmengen ins Blut zu infundieren. Zweck der Infusion ist entweder der rasche Ersatz von Flüssigkeiten und Elektrolyten oder von Blut (Transfusion) bei Verletzungen und Schock oder die lang dauernde Zufuhr von Nahrungsstoffen und Arzneimitteln, die nicht in größeren Abständen in großer Menge gegeben werden können (Dauertropfinfusion).