Kammerwasser

aus: Medizin-Lexikon.de

für die Ernährung der Augenlinse wichtige Flüssigkeit, die von der hinteren in die vordere Augenkammer fließt (Auge). Die Quelle des Kammerwassers liegt im Strahlenkörper, wobei die Epithelien der Ziliarfortsätze aktiv an der Ausscheidung beteiligt sind. Im Kammerwinkel fließt das Kammerwasser durch ein Schwammwerk in den Schlemm-Kanalund und wird von dort über feine Venen in größere Kanäle außerhalb des Augapfels abgeleitet. Seine Menge (0,12-0,3 cm³, das entspricht 4 % des Augapfelinhaltes) hat Einfluss auf den Flüssigkeitsgehalt des Glaskörpers, der Hornhaut und der Linse. Der pH-Wert beträgt 7,15-7,3, die Trockensubstanz 1 % (Eiweiß, Glukose, anorganische Salze u.a.). Das Kammerwasser dient auch zur Aufrechterhaltung des Augendruckes.