Kapillargefäße

aus: Medizin-Lexikon.de

auch: Kapillaren, Haargefäße;

sehr enge und dünnwandige Röhren. Je nach Inhalt sind Blutkapillaren und Lymphkapillaren zu unterscheiden. Die Blutkapillaren sind jene Strecke des Blutkreislaufs, auf der das Blut seine funktionelle Aufgabe erfüllt, Stoffe an das Gewebe abzugeben und andere aus diesem aufzunehmen. Das Blut wird ihnen durch Arterien zugeführt und fließt aus ihnen durch Venen ab. Die Blutkapillaren bilden in allen mit blut versorgten Geweben ein dichtes Netzwerk. Keine Kapillaren finden sich im Epithelgewebe (Epithel) und im optischen Apparat des Auges, den der Lichtstrahl auf dem Weg zur Netzhaut durchquert (Hornhaut, Linse, Glaskörper). Der Durchmesser der Blutkapillaren schwankt zwischen 0,005 und 0,03 mm. Ihre Wand besteht nur aus einer Zellschicht (Endothel), durch das hindurch der Stoffaustausch erfolgen kann. Stellenweise sind außen andere Zellen aufgelagert.

Die Lymphkapillaren bilden den Anfang des Lymphgefäßsystems, da sie blind enden. Auch ihre Wand besteht nur aus Endothel, das allerdings noch dünner ist als bei den Blutkapillaren. Durch diese Wand sickert die Gewebsflüssigkeit.